Geschichte
Die Gesellschaft Deutsches Arboretum wurde 1938 als Gesellschaft Reichsarboretum e. V. in Frankfurt am Main gegründet. Ihr Ziel war es, ein Reichsarboretum nach dem Vorbild des National Arboretums Tervuren in Belgien, der Royal Botanic Gardens Kew in England und des Arnold Arboretums Bosten in den USA zu errichten. Das Reichsarboretum sollte „mehr ein Nationalpark als ein botanischer Gehölzgarten“ sein und nach pflanzensystematischen oder geografischen gestalterischen Gesichtspunkten angelegt und ästhetisch gestaltet werden. Präsident der Gesellschaft wurde Prof. Dr. Heinrich Eberts, Reichsforstamt Berlin, Vizepräsident von Friedrich-Schroeter, Präsident der Deutschen Dendrologischen Gesellschaft, zu der heute freundschaftliche Beziehungen bestehen. Es wurden Verträge zur Errichtung von Teilarboreten in Frankfurt am Main, Darmstadt, Köln und Karlsruhe geschlossen. Die zentrale Verwaltung wurde in Frankfurt/Main eingerichtet. Über den Präsidenten bestanden enge Verbindungen zum Reichsforstamt und zur Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei..
Nach dem Zweiten Weltkriegs standen der Verwirklichung des Reichsarboretums die eingene Geschichte und die föderale Strucktur des Landes entgegen. 1950 beschloss eine Mitgliederversammlung in Kiel, dass die Gesellschaft nicht aufgelöst und der Deutschen Dendrologischen Gesellschaft eingegliedert, sondern selbständig weiter bestehen bleiben sollte. Der alte Präsident Prof. Dr. Heinrich Eberts wurde auch zum neuen Präsidenten gewählt. Die Gesellschaft Reichsarboretum wurde in Gesellschaft Deutsches Arboretum umbenannt. Dass der neue Namen widersprüchich ist, störte dabei nicht. Der Versuch, die Städte als Vertragspartner aus der Vorkriegszeit zur Errichtung von Teilarboreten zu bewegen und die Bundesrepublik Deutschland als Partner zu gewinnen, schlug fehl. Die Gesellschaft Deutsches Arboretum, kurz GDA, setzte sich neue Ziele, nämlich die Arboreten in Deutschland zu fördern zu beraten.
Nach den Dokumenten der Jahrestagung von 1952 in Karlsruhe enthalten die Akten der GDA erst wieder einen Brief von Herrn Walter Hoenisch, Lüneburg, an Herrn Wolfgang Schönherr, Trier, in dem über Nachforschungen am Amtsgericht Frankfurt am Main berichtet wird. Sie haben ergeben, dass dort keine Nachweise von Aktivitäten der GDA vorliegen. Vielmehr seien Präsident und Vizepräsident der Gesellschaft verstorben.
1983 luden Wolgang Schönherr und Karl Fuchs zur ordentlichen Mitgliederversammlung der GDA nach Weinheim ein. Neun namentlich bekannte Mitglieder wählten Herrn Wolfgang Schönherr, Trier, zum Präsidenten und Herrn Karl Fuchs, Neunkirchen, zum Vizepräsidenten der Gesellschaft. Nach dem Tode des Präsidenten wurde 1996 auf der Mitgliederversammlung in Ibbenbühren Herr Karl Fuchs, Neunkirchen, zum Präsidenten der GDA gewählt. Karl Fuchs folgte 2004 in Trier Dr. Reinhard Weidner aus Abbensen als Präsident nach.
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